Design und Funktion von Reinraum-Bekleidung
Vor allen Dingen muß Reinraum-Bekleidung
als persönlicher Filter die Körperpartikel des Trägers zurückhalten.
Sie schützt also die Umgebung vor Verunreinigung durch den Menschen.
Der Mensch ist die stärkste Partikelquelle innerhalb eines Reinraumes.
Auch im Ruhezustand verlieren wir ca. 100.000 Körperpartikel pro Minute,
wenn wir uns bewegen sogar mehrere Millionen.
Die verwendeten Stoffe für Reinraum-Bekleidung bestehen aus 99 % Polyester und 1 % besonders leitfähigen Karbongarnen, damit statische Aufladungen die entstehen können, abgeleitet werden.
Die Filtrationsleistung der Gewebe wird durch die Garnfeinheit, Fadenanzahl pro cm und die Webkonstruktion bestimmt.
Je dichter das Gewebe, desto höher ist die Filtration.
Aber auch der Komfort und die Atmungsaktivität der Stoffe sind entscheidende Faktoren.
Aus diesem Grunde darf das Gewebe nur so dicht sein, dass noch ausreichend,
vom Körper erzeugter Wasserdampf, durchgelassen wird.
Es muß also immer ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Filtrationsleistung und Wasserdampfdurchlässigkeit bestehen.
Auch die Schnittgestaltung der Reinraum-Bekleidung sollte dem Träger möglichst viel Bewegungsfreiheit ermöglichen.
|